Spiritueller Impuls

spim_2026-04-19 OSTERFESTKREIS 3. Woche der Osterzeit


Die  österlichen Festzeit | 3. Woche der Osterzeit

 

Ich habe den Herrn gesehen (Joh 20,18)

Jesus gibt Maria von Magdala einen Auftrag an die Jünger: „Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott“  ( Joh 20,17). Sie soll das Geheimnis der Auferstehung, so wie Johannes es versteht, den Jüngern verkünden. Eine Frau wird zur Verkünderin der Auferstehungsbotschaft. Das ist eine mutige Aussage des Johannesevangeliums. Die frühe Kirche hat in Maria von Magdala ein Bild für die vielen Frauen gesehen, die bei der Ausbreitung des Glaubens eine bedeutende Rolle spielen.

Maria von Magdala verkündet den Aposteln nicht nur, was Jesus ihr aufgetragen hat. Sie fügt ihr eigenes Zeugnis hinzu: „Ich habe den Herrn gesehen.“ (Joh 20,18) Sie hat nicht nur die Worte des Auferstandenen gehört. Sie hat ihn gesehen und erfahren. Sie ist ihm begegnet. Christ in der Begegnung mit Jesus das Geheimnis ihres Lebens aufgegangen. Sie sagt weiter, was sie selbst erlebt hat. Damit gibt sie uns eine klare Richtung an, wie auch wir über Auferstehung sprechen können.

Wenn wir unser Leben betrachten, können auch wie bezeugen, dass wir den Auferstandenen gesehen haben. Wir sehen den Herrn in den Armen und Kranken, in den Notleidenden und Fremden. Wir sehen den Auferstandenen in dem Menschen, der uns in der Tiefe unseres Herzens anspricht und berührt. Wir können ihn sehen in den Erlebnissen unserer Lebens, in scheinbaren Zufällen, in denen sich das Zerbrochenen wieder zusammenfügt, in denen das Unwahrscheinliche Wirklichkeit wird. Wir sehen den Auferstandene überall dort, wo Gottes Herrlichkeit aufleuchtet, in der Liturgie, in der Schönheit der Natur, in der Musik, die das Unerhörte zum Klingen bringt, in der Malerei, die das Unsichtbare sichtbar macht. Wir begeben dem Auferstandenen dort, wo in einem Menschen Gottes Licht aufleuchtet, wo in einer Blume das Geheimnis Gottes erstrahlt.

Anselm Grün, Die Osterfreude auskosten, Vier-Türme-Verlag

De österlichen Festzeit , die 7 Wochen zwischen Ostersonntag und Pfingsten (von griech. Pentecoste = Fünfzigster Tag), ist die Freudenzeit über die Auferstehung Jesu Christi. Am 40. Tag der Osterzeit wird das Hochfest Christi Himmelfahrt gefeiert. Diese lange Festzeit unterstreicht die Bedeutung von Ostern als wichtigstes Fest im Kirchenjahr.

 

 

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| vorgestellt von Birgitta Schwansee
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