spim_2026-04-02 Gründonnerstag

Fastenzeit 2026

 

2. April 2026  
|  Gründonnerstag


An diesem Tag gedenkt die Christenheit der Einsetzung des Abendmahls, der Eucharistie, durch Jesus. Glaubend wissen wir, Jesus ist in dieser Feier in einer ganz eigenartigen Weise zugegen unter uns. Aber diese machtvolle Gegenwart in dieser Feier ist wiederum nur das Zeichen der Gegenwart Jesu in seinem Geist, der immer und überall in unserem Leben gegeben sein soll und da immer neu gelebt, getan und erlitten werden muss.

 

Karl Rahner, „Das letzte Mahl Jesu“ in „Das große Kicrhenjahr“, 1987

 

Der Gründonnerstag ist der letzte Tag der österlichen Bußzeit. An ihm wurden in der frühen römischen Kirche diejenigen wieder in die kirchliche Gemeinschaft aufgenommen, die als öffentlich Büßende (»Weinende« – darum »Gründonnerstag« vom mittelhochdeutschen »gronan« = weinen) von der Eucharistiefeier ausgeschlossen waren.
Die Abendmahlsmesse ist vom Gedächtnis des Letzten Abendmahles Jesu und von der Einsetzung der Eucharistie geprägt. Eine Besonderheit dieses Tages ist die Liturgie der Fußwaschung, die auf Jesu innerste Haltung hinweist: Zeichens seiner hingebenden Liebe. Äußerer Besonderheiten sind: während des Glorias werden die Glocken und Altarschellem geläutet, die dann bis zur Osternacht schweigen. Dieser Brauch kann als „Fasten der Ohren“ interpretiert werden.

 

 

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| vorgestellt von Birgitta Schwansee
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