spim_2026-03-29 PALMSONNTAG

Fastenzeit 2026

 

Sonntag, 29. März 2026  
|  PALMSONNTAG


Der Palmsonntag hat Bekenntnis und Verrat vereinigt. Wir haben bereits die Passionsgeschichte, die passio, gehört, wir wurden eingestimmt auf das Geschehen der Heiligen Drei Tage: Gründonnerstag, Karfreitag, Osternacht.

Eine Frage könnte lauten: Wo stehe ich auf diesem Weg? Wo möchte ich stehen? Am Rand? Mittendrin? In welcher Rolle? Unter den Massen? Als Voyeur? Zuschauer? Abwartend? Beteiligt, unbeteiligt? Als Täter? Als Opfer? Als Mitleidender? Unter denen, die hoffen? Unter denen, die Jesus den Tod wünschen? Es gibt unterschiedliche Rollen.

Die Texte zwingen nicht zur Stellungnahme. Schwerlich aber kann man sie nur als neutrale Berichte lesen. Sie sagen etwas in unsere Zeit, in unser Leben, in unsere Lebens- und in unsere Glaubensgeschichte hinein. Leben und Tod: nah beisammen. Vom „Hosianna, dem Sohne Davids“ zum „Kreuzige ihn!“ ist es nur ein kleiner Schritt. Wie im Leben.


Pater Dr. Andreas Batlogg SJ

 

Am Palmsonntag gedenken wir des Einzugs Jesu in die Stadt Jerusalem und seiner Passion. Die Palmprozession wurde schon um das Jahr 400 in Jerusalem gehalten. In ihr geht es ebenso wie in der Liturgie des Gründonnerstags und des Karfreitags nicht um das Nachspielen der Ereignisse in Jerusalem, sondern darum, das die Feiernden gleichsam zu Zeitgenossen der Ereignisse selbst werden und daran Anteil erhalten. In der Palmprozession ist dies das Bekenntnis zu Christus. Die grünen Zweige sind Zeichen des Lebens und des Sieges über den Tod, mit denen wir Christus, unserem Herrn huldigen. (TeDeum)

 

 

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| vorgestellt von Birgitta Schwansee
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