304. Gemeindebrief zum 17. Mai 2026

Liebe Gemeinde!

Bild: Thomas Arzner, in: Pfarrbriefservice

in der 1. Lesung (Apg 1,12-14) am Sonntag hören wir, wie sich die Apostel und die Frauen nach Jesu Himmelfahrt an einen Ort zurückziehen und dort einmütig im Gebet verharren, bevor das Neue, die Geistsendung an Pfingsten, sich ereignet. Die Apostel werden von Lukas alle namentlich benannt, bei den Frauen nur Maria, die Mutter Jesu. Die anderen Frauen bleiben anonym, selbst Maria aus Magdala, die „Apostelin der Apostel“, wird nicht erwähnt. Die Frauen, die Jesus begleiteten, die anders als seine Jünger bei seiner Verhaftung nicht untertauchten, sondern in seiner Nähe blieben, weil ihre Liebe größer war als ihre Angst um das eigene Leben, sie werden nicht beim Namen genannt. Die Bedeutung dieser Frauen für den Glauben an Jesus Christus wird nicht gewürdigt. Sie, denen der Auferstandene zuerst erschien, werden als Individuen ignoriert.

Im Evangelium (Joh 17,1-11a) hören wir dann einen Abschnitt aus dem Abschiedsgebet Jesu. Betend bereitet er sich auf sein Leiden und Sterben vor und bekennt: Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart.“ Dieser Name ist Abba, lieber Vater, den hat er uns gelehrt und deshalb dürfen wir in der Gewissheit leben, dass wir alle Kinder Gottes sind und in dieser Liebe alle gleich.

Im Ersten Testament (Gen 16,1-15) ist es eine Frau, Hagar, von der erzählt wird, dass sie Gott beim Namen nennt. Sie fasst in Worte, wie und wer Gott für sie ist. Hagar, die ägyptische Sklavin, die für Abraham und Sara ein Kind zur Welt bringen soll und vor den Misshandlungen Saras in die Wüste flieht. Dort erlebt sie in ihrer existentiellen Not eine Gotteserfahrung und bekennt: „Du bist die Gottheit, die mich sieht.“ Ja, Gott hat diese Frau gesehen, hat sie angesehen, ihr Würde verliehen. Dieses Gesehen-Werden begleitet sie auf ihrem weiteren Weg. Sie wird die Stammesmutter eines großen Volkes. Leider hören wir von Hagar und ihrem berührenden Gottesbekenntnis nie in einer Sonntagslesung.

 

Gottesdienste am 16./17. Mai

Samstag, 16. Mai, 18.00 Uhr: Vorabendgottesdienst (Gottesdienstleitung: Kaplan Daniel Schier).

Sonntag, 17. Mai, 10.30 Uhr: Eucharistiefeier (Gottesdienstleitung: Kaplan Thomas Smettan, Predigt: Astrid Neugebauer). Im Anschluss sind Sie wieder herzlich zum Kirchenkaffee eingeladen.

Kurzfristige Änderungen in der Gottesdienstleitung sind möglich.

Die vollständige Gottesdienstordnung der nächsten Wochen finden Sie auf unserer Internetseite:

 

Sonntag, 17. Mai 2026: Tag der Predigerinnen

An diesem Sonntag findet in Sankt Familia der Gottesdienst zum Tag der Predigerinnen statt. Dabei wird eine Frau (in unserer Gemeinde ist dies Astrid Neugebauer) die Predigt in einer Eucharistiefeier halten. Das ist eine Initiative der kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands), die von zahlreichen Frauenverbänden in der Kirche, der Initiative Maria2.0 und vielen Bistümern unterstützt wird, auch vom Bistum Fulda. Sie alle sind herzlich dazu eingeladen!

 

Kollekte für Renovabis an Pfingsten

Die Kollekte an Pfingsten (24. Mai) ist für die Arbeit von Renovabis bestimmt. Dessen Projektpartner fördern durch soziale Hilfen, vielfältige Bildungsangebote sowie Dialog- und Versöhnungsinitiativen den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Einladung zum Bibelteilen

Wir laden herzlich zu den nächsten Terminen zum Bibelteilen ein. Jede und jeder ist willkommen, um sich mit dem Evangelium des jeweils kommenden Sonntags zu beschäftigen und miteinander in den Austausch zu kommen.
Die nächsten Treffen finden am 20.5., 03.06., 17.06. und 01.07. statt, jeweils um 19.00 Uhr im Alfred-Delp-Haus. Die Abende werden abwechselnd von Gyde Botsch, Angela Makowski und Bärbel Meyer angeleitet.

 

Kindergottesdienste bis zu den Sommerferien

Bis zum Beginn der hessischen Sommerferien finden noch an folgenden Sonntagen Kindergottesdienste in Sankt Familia statt: 24. Mai (Pfingsten), 31. Mai, 7. Juni, 21. Juni. Weiter geht es dann nach den Ferien am 16. August.

 

Einladung zur Kindersommerfreizeit 2026

Auch in diesem Jahr findet wieder die Kindersommerfreizeit auf Schloss Martinfeld im Eichsfeld statt, erstmalig in der letzten Sommerferienwoche vom 1. bis 7. August 2026. Eingeladen sind Kinder und Jugendliche von 8 bis 13 Jahren. Auf und um Schloss Martinfeld wollen wir eine Woche lang zusammen leben, Lagerfeuer machen, Gemeinschaft erleben, bei Spielen, Aktionen und beim Singen Spaß haben und Gottesdienst feiern. Das Betreuer*innenteam setzt sich aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Gemeinde und der KjG Kassel zusammen.
Alle Infos zur Sommerfreizeit und zur Anmeldung (bis zum 01.06.2026) gibt es auf dem Flyer mit Anmeldebogen, der unter der Orgelempore ausliegt ...

 

Familienspaziergang zum Thema „Frieden“

Speziell für Familien möchten wir eine schöne Anregung des Bistums Fulda für Spaziergänge rund um Christi Himmelfahrt weitergeben. Vier Impulse laden zu einem gemeinsamen Familienspaziergang an einem individuell wählbaren Ort ein. Angesichts der Weltlage wollen sie dazu ermutigen, miteinander zum Thema „Frieden“ ins Gespräch und ins Gebet zu kommen.
Mit der Vorlage im pdf-Format kann eine Familie in ca. 20 Minuten – plus individuellem Weg im eigenen Tempo – zwischen den vier Stationen unterwegs sein.

 

Samstag, 30. Mai 2026: Wortgottesdienst mit Jubilate-Liedern

Wir, Jörg Bader und Bärbel Meyer, laden zum Wortgottesdienst am Samstag, dem 30.05.2026, um 18.00 Uhr besonders die Jugendlichen ein. Bei der Gestaltung wirken Jugendliche aus unserer Gemeinde  mit. Es werden Lieder aus dem Jubilate-Buch gesungen und entsprechend musikalisch begleitet.
Alle sind willkommen – sagen Sie es gerne an die Jugendlichen und jungen Leute weiter!

 

Gesehen werden, eine Identität haben, beim Namen genannt werden, ist das nicht unser aller Sehnsucht, heute genauso wie damals? Doch nach wie vor spielen Frauen in unserer Kirche eine untergeordnete, eine zweitrangige Rolle. Frau zu sein, ist Grund genug, der Würde beraubt zu werden und Charismen und Begabungen nicht leben zu dürfen. So bleibt die Hoffnung auf den barmherzigen Vater, auf die Gottheit, die uns sieht.

 

Gabriele von Karais für das Leitungsteam von Sankt Familia

zum 17. Mai 2026

7. Sonntag der Osterzeit

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