294. Gemeindebrief zum 8. März 2026
Liebe Gemeinde,
ohne Wasser gibt es kein Leben. Dieses Wissen ist für uns alle selbstverständlich. Pflanzen, Tiere, Menschen brauchen Wasser. Je heißer es ist, desto mehr, weil die Hitze das Wasser verdunsten und damit im Kreislauf des Lebens weitergehen lässt. Wir wissen auch, dass nicht alles Wasser genießbar ist. Meerwasser etwa können wir wegen seines hohen Salzgehalts gar nicht trinken, und auch Felder können damit nicht bewässert werden. Auch beim Süßwasser macht es einen Unterschied, woher es kommt, ob es frisch ist oder abgestanden, vielleicht sogar brackig. Menschen können nur dort leben, wo es sauberes Trinkwasser gibt; deshalb sind Brunnen in der Bibel so wichtige Orte. Das Johannesevangelium erzählt im Abschnitt des kommenden Sonntags (Joh 4,5-42) von einem Brunnen, der sogar einen Namen hat. Der Jakobsbrunnen, benannt nach dem Erzvater der Genesis, ist wie viele der Brunnenanlagen im Orient für das Überleben eines ganzen Ortes notwendig. Menschen kommen hierher, um Wasser zu schöpfen und ihre Tiere zu tränken. Der Brunnen ist gerade deshalb auch ein Ort der Kommunikation. Dort begegnet man anderen Menschen, kommt ins Gespräch. Oft sind es Frauen, deren Aufgabe es offenbar war, Wasser zu holen (z.B. Gen 24,11; Ex 2,16). So kommen auch Fremde am Brunnen mit den Frauen des Orts in Kontakt. So wie Jesus, der sich durstig am Brunnen niederlässt und mit der Frau aus Samarien in ein sehr tiefsinniges persönliches Gespräch gerät.
Die Erzählung kennt aber noch einen anderen Ursprung von Wasser als den Brunnen, nämlich wenn es aus einer Quelle entspringt. Dort sprudelt es hervor, und weil es in Bewegung ist, wird es „lebendiges Wasser“ genannt. Das „lebendige Wasser“ stammt nicht aus einem stehenden Gewässer, sondern aus einem, das fließt oder sogar springt und sprudelt. Es ist dieses frische, kühle, angenehme lebendige Wasser, das für Jesus zum Bild seiner selbst wird: „Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt.“
Kein Wasser von außen mehr zu brauchen, sondern in sich eine Quelle zu tragen, aus der immer weiter Wasser, Kraft, Lebensfreude entspringt. Wer wünscht sich das nicht? Jesus verheißt eine Gottesbeziehung, in welcher der Fluss der Lebendigkeit niemals aufhört, ein Wasserstrom, der bis ins ewige Leben hineinfließt.
Gottesdienste am 6./7./8. März
Freitag, 6. März, 18.00 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag, anschließend herzliche Einladung zum Zusammensein im Alfred-Delp-Haus.
Samstag, 7. März, 17.00 Uhr: Vorabendgottesdienst (Gottesdienstleitung: Pfarrer André Lemmer).
Sonntag, 8. März, 10.30 Uhr: Eucharistiefeier mit Kindergottesdienst (Gottesdienstleitung: Pfarrer André Lemmer).
Kurzfristige Änderungen in der Gottesdienstleitung sind möglich.
Die vollständige Gottesdienstordnung der nächsten Wochen finden Sie auf unserer Internetseite:
07.03. > Gemeindewanderung rund um Helsa
Die nächste Gemeindewanderung führt uns nach Helsa. Dort werden wir eine schöne Runde von Helsa über Eschenstruth und zurück gehen. Vorbei geht es an der Lewalter Schutzhütte (und Brunnen) mit Blick auf Helsa und vorbei an Waldhof.
Die Runde ist 10 km lang und man muss 200 Höhenmeter überwinden.
Treffpunkt ist der Bahnhof in Helsa (ca. 10:00 Uhr). Mit dem ÖPNV ist der Bahnhof mit der Straßenbahnlinie 4 (09:30 Uhr vom Königsplatz aus) zu erreichen. Ankunft ist dann um 10:08 Uhr.
Für die Einkehr ist das Restaurant „La Grotta“ vorgesehen.
Leitung: Marc Tietz
08.03. > 2. Fastenpredigt in Sankt Familia
Thema der diesjährigen Fastenpredigten in Sankt Familia sind die verschiedenen Facetten von „Gerechtigkeit”. Die nächste Fastenpredigt hält am 08.03.2026 der Benediktinerpater Anselm Grün OSB. Am 15.03.2026 predigt Dr. Christine Fuchsloch, die Präsidentin des Bundessozialgerichts. Herzliche Einladung!
Kreuzverhüllung 2026: Hungertuch von Prof. Dao Zing
Nach dem Sonntagsgottesdienst am 8. März bietet Angela Makowski, Kunsthistorikerin aus unserer Gemeinde, eine kurze Einführung in das Kunstwerk an, das in dieser Fastenzeit das große Kreuz verhüllt. Der chinesische Künstler Prof. Dao Zing ließ sich bei der Gestaltung von dem Satz aus der Bergpredigt inspirieren: „Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz.“ Interessierte treffen sich nach dem Gottesdienst im Altar-Vorraum.
10.03. > Offener Treff in Sankt Familia
Am Dienstag, dem 10. März, findet von 16.00 bis 18.00 Uhr im Gruppenraum des Alfred-Delp-Hauses wieder der „Offene Treff“ statt. Herzliche Einladung an alle, die Lust auf Begegnungen, gemütliches Kaffeetrinken und künftige gemeinsame Unternehmungen haben!
14.03. > Gottesdienst für den Frieden
Herzliche Einladung zu unserem Gottesdienst für den Frieden am 14. März um 17.00 Uhr in Sankt Familia. Gemeinsam wollen wir um mehr Frieden, mehr Gerechtigkeit, mehr Versöhnung beten. Wir wollen den Friedensgedanken stärken und uns bewusst machen, dass Friede zuerst im eigenen Herzen gelebt werden muss. In einem leisen und besinnlichen Gottesdienst wollen wir unserer Sehnsucht nach Frieden Raum geben.
Neu in Sankt Familia: Team Seelsorge
Wer wir sind:
Auf Initiative des Pfarrgemeinderats und auf Anregungen aus der Gemeinde hin hat sich das Team Seelsorge neu gegründet. Wir sind Mitglieder des PGR und engagierte und fachlich kompetente Mitglieder der Gemeinde. Unser Anliegen ist, dass es ein breites und niedrigschwelliges Angebot für seelsorgliche Gespräche gibt.
Unser Angebot:
Im Leben können Fragen nach dem persönlichen Glauben, nach dem Lebenssinn, nach Spiritualität, Religion, Kirche auftreten. Wenn Sie selbst niemanden kennen, an den oder an die Sie sich wenden können, kann vielleicht Sankt Familia Ihnen einen Kontakt vermitteln. Wir ermöglichen Ihnen gern ein Gespräch mit einem Priester oder einer erfahrenen Person, die zum Team Seelsorge gehört.
Kontakt:
In der Kirche auf den Tischen unter der Orgelempore liegen Karten aus. Werfen Sie einfach das entsprechende Formular mit Ihrem Namen, Telefonnummer etc. in den Briefkasten des Pfarrbüros. Sie werden innerhalb von zwei Wochen kontaktiert.
„Kreuzpunkte – Ein virtueller Kreuzweg“
Der virtuelle Kreuzweg ist ein ökumenisches Projekt, an dem sich Menschen aus unterschiedlichen Gemeinden, auch aus Sankt Familia, und diakonischen Einrichtungen beteiligt haben. In 15 Kurzvideos werden die universellen Themen des Kreuzwegs aufgegriffen, die auch heute noch Relevanz haben: das Annehmen von Lasten und Leid, Verurteilung und Ungerechtigkeit, das Miteinander-Weinen und Trauern, aber auch das gegenseitige Beistehen und Trösten.
Diese spirituelle Begleitung durch die Fastenzeit ist unter www.kreuzpunkte.de abrufbar.
Kreuzwegandachten im Elisabeth-Krankenhaus
In der Fastenzeit findet in der Kapelle des Elisabeth-Krankenhauses jeden Freitag um 15.00 Uhr eine Kreuzwegandacht statt. Dazu sind Sie alle herzlich eingeladen.
Pause beim Bibelteilen
Das Bibelteilen pausiert während der Fastenzeit. Danach laden wir, das sind Angela Makowski, Gyde Botsch und Bärbel Meyer, wieder herzlich alle Interessierten zum Austausch über das Evangelium des folgenden Sonntags ein.
Wir beginnen nach Ostern wieder am Mittwoch, dem 08.04.26, 19.00 Uhr und treffen uns ab dann 14-täglich.
Digitale Fastengespräche 2026
Die Geistliche Prozessbegleitung des Bistums Fulda lädt auch in diesem Jahr zu Fastengesprächen im digitalen Format ein. Ein biblischer Impuls wird in Gesprächen in Kleingruppen und im Plenum mit den Impulsgebern vertieft.
Termine und weitere Informationen
16.05. > Busfahrt zum Katholikentag nach Würzburg
Die Katholikentage gehören zu den größten regelmäßig stattfindenden Ereignissen des kirchlichen Lebens in Deutschland. Zehntausende Menschen treffen sich vom 13. bis 17. Mai 2026 beim 104. Katholikentag in Würzburg. Die Pfarrei Sankt Elisabeth bietet für alle Interessierten am 16. Mai eine Tages-Busfahrt zum Katholikentag an.
Abfahrt ist um 6.30 Uhr vor der Kirche St. Bonifatius, Rückkehr nach Kassel abends gegen 21.30 Uhr. Bistum und Pfarrei bezuschussen die Fahrt: Es bleiben 55 Euro Eigenanteil pro Person, Jugendliche unter 25 Jahren zahlen 35 Euro. Darin enthalten sind Busfahrt, Tagesticket und Fahrschein für Bus und Bahn in Würzburg. Anmeldung bis zum 16. März an: pfarrei.elisabeth-ks@bistum-fulda.de
Die Teilnahme an einem von Marcus Leitschuh erarbeiteten Programm ist ebenso möglich wie die freie Tagesgestaltung.
Reiseleitung: Kaplan Thomas Smettan und Georg Klein.
21.03. > Kleidersammlung "Aktion EINE WELT"
Gesammelt werden gut erhaltene, saubere Kleidung, Schuhe (bitte paarweise gebündelt), Heimtextilien, Lederwaren und Stoffspielwaren. Die Kleidung kann wochentags tagsüber im Kolpinghaus (Die Freiheit 2, Kassel) abgegeben werden. Kleidersäcke sind in unserer Kirche und im Kolpinghaus erhältlich, Sie können aber auch eigene Säcke verwenden. Kurz vor dem Sammeltermin (bis zum Freitagabend, 20. März) können Sie die Kleiderspenden auch gut verpackt vor dem Alfred-Delp-Haus ablegen. Am Samstag, 21. März wird dann alles abgeholt.
22.03. > Gemeindeversammlung Sankt Familia
Wir möchten Sie herzlich zur Gemeindeversammlung von Sankt Familia einladen. Nach dem Sonntagsgottesdienst am 22. März kommen wir für ca. 1 Stunde im Alfred-Delp-Haus zusammen, um bei einer Tasse Kaffee über Themen ins Gespräch zu kommen, die unsere Gemeinde aktuell bewegen. Bitte merken Sie sich den Termin vor!
Anmeldung zur Gemeindefahrt ins Münsterland, 25.-28. August 2026
Bitte denken Sie an Ihre Anmeldung bis zum 1. April über das Pfarrbüro! In diesem Jahr führt uns die Gemeindefahrt nach Rheine-Bentlage im nördlichen Münsterland.
Vielleicht kann uns die Fastenzeit Räume eröffnen, in denen wir die inneren Quellen wieder spüren, die oft zugeschüttet sind. Ein Gespräch am Jakobsbrunnen vielleicht, eine unverhoffte Begegnung, in der wir uns, ganz ohne es erwartet zu haben, gesehen und erkannt fühlen. Die Erinnerung an etwas, das uns immer Kraft geschenkt hat und das wir aus Hektik oder Unachtsamkeit schon lange nicht mehr getan haben. Vielleicht ist es aber auch auf Ostern hin hilfreich, ein paar Steine oder modrige Blätter wegzuräumen, damit das Wasser aus jener Quelle wieder fließen kann, die sich aus der Gottesbegegnung speist.
Dem Raum eröffnen, was uns Kraft gibt. Orte aufsuchen, an denen wir uns lebendig fühlen, an denen die Quellen lebendigen Wassers in uns spürbar sind. Das könnte eine Fastenübung sein zur Vorbereitung auf die Begegnung mit dem Auferstandenen zu Ostern.
Ilse Müllner im Auftrag des Leitungsteams von Sankt Familia
zum 8. März 2026, 3. Fastensonntag
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Besondere Bücher in Sankt Familia: Einladung zum Mitgestalten
Erinnerungsbuch
Wir haben in unserer Gemeinde ein “Erinnerungsbuch” eingeführt, das an die Verstorbenen aus unserer Gemeinde erinnern soll.
Wir laden Sie ein, selber ein Blatt für dieses Erinnerungsbuch für Ihre Verstorbenen zu gestalten, die in irgendeiner Weise mit unserer Gemeinde verbunden waren.
Die Gestaltung dieser Seite (ein DIN A 4 Blatt) kann in einer freien Weise erfolgen. Es sollten
- die Lebensdaten (Geburt, Tod),
- vielleicht ein Bild, ein Erinnerungswort zu sehen sein.
Geben Sie dieses Blatt bitte in der Sakristei oder im Pfarrbüro ab. Wir werden es dann in das Erinnerungsbuch einfügen. An dem jeweiligen Todesdatum wird das Blatt aufgeschlagen und zum Erinnern und Gebet einladen.
An den jeweiligen Sonntagen erinnern wir beim Todesgedenken der Verstorbenen, die in diesem Buch benannt sind.
Das Evangelienbuch von Sankt Familia
In unserer Gemeinde geben wir nach dem Sonntagsgottesdienst seit vielen Jahren das Evangelienbuch einer Person oder einer Familie mit, die dann den Text des Evangeliums für den kommenden Sonntag in das Buch schreibt.
Am Anfang des Kirchenjahres ist das Buch zunächst ganz leer und Woche für Woche füllt es sich mit dem jeweiligen Sonntagsevangelium. Jeder, jede Person, jede Familie schreibt, malt, gestaltet nach eigenen Ideen. Dadurch entstehen jeweils Seiten, die ganz unterschiedlich aussehen.
In den nächsten Wochen legen wir einige Evangelienbücher der vergangenen Jahre unter der Orgelempore auf die Tische zum Anschauen aus.
Schön, wenn Sie sich entscheiden, das aktuelle Evangeliar, aus dem wir im Moment das Evangelium vorlesen, mit dem Text für den kommenden Sonntag am Ende eines Gottesdienstes mal mitzunehmen und das Evangelium des nächsten Sonntags reinzuschreiben. Das “Wort Gottes” ist dann eine Woche bei Ihnen “beheimatet” und kommt aus Ihrer Lebenswirklichkeit zurück in unsere Gemeinde. Was für ein schönes Zeichen!
Sie können sich gern im Pfarrbüro melden, wenn Sie das Evangelium an einem bestimmten Sonntag mitnehmen wollen. Sie können sich aber auch gern spontan erst jeweils am Ende eines Gottesdienstes melden.