291. Gemeindebrief zum 15. Februar 2026
Liebe Gemeinde,
der Leitspruch dieses Kirchenjahres lautet: Werdet Friede. Friede fängt bei jedem und jeder Einzelnen von uns an. Er spielt nicht nur in der Gesellschaft und der Politik oder im Privaten in der Begegnung mit anderen eine Rolle, sondern vor allem in uns selbst, in unserer Seele. Wir erleben Spannungen, widerstrebende Kräfte, nicht verheilte Verletzungen und manches Unversöhnte. Dabei sehnen wir uns so sehr nach Versöhnung und innerem Frieden.
Jesus sagt: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch“ (Joh 14, 27). Einen oberflächlichen Frieden, eine Zufriedenheit empfinden wir, wenn das Leben nach unseren Vorstellungen verläuft. Es tut uns gut, wenn wir unsere Ziele erreichen und wenn unsere Mitmenschen unseren Erwartungen entsprechen. Das fühlt sich gut an, aber es ist fragil und trägt nicht wirklich. Wenn das Leben unsere Pläne durchkreuzt, ist es vorbei mit dem Frieden.
Der wirkliche Friede, von dem Jesus spricht, kommt von Gott. Wir können ihn nicht selbst schaffen, aber wir können unserer Sehnsucht nach wahrem Frieden Raum geben und uns im Gebet voll Vertrauen an Gott wenden.
Gottesdienste am 14./15. und 18. Februar
Samstag, 14. Februar, 17.00 Uhr: Vorabendgottesdienst (Gottesdienstleitung: Kaplan Daniel Schier).
Sonntag, 15. Februar, 10.30 Uhr: Eucharistiefeier mit Kindergottesdienst (Gottesdienstleitung: Kaplan Thomas Smettan).
Mittwoch, 18. Februar, 18.00 Uhr: Aschermittwochsgottesdienst (Gottesdienstleitung: Kaplan Thomas Smettan)
Kurzfristige Änderungen in der Gottesdienstleitung sind möglich.
Die vollständige Gottesdienstordnung der nächsten Wochen finden Sie auf unserer Internetseite:
21.02. > Wortgottesdienst mit besonderer Einladung an junge Menschen
Bärbel Meyer und Jörg Bader laden zum Wortgottesdienst am Samstag, dem 21. Februar, um 17.00 Uhr besonders die Jugendlichen aus der Gemeinde ein. Dieses Mal wirken Jugendliche aus der letzten Firmgruppe bei der Gestaltung mit. Außerdem werden Lieder aus dem Jubilate-Buch gesungen und musikalisch passend begleitet.
Alle sind willkommen – sagen Sie es gerne an die Jugendlichen und jungen Leute weiter!
Pause beim Bibelteilen
Wir haben uns nun seit mehreren Monaten mit unterschiedlichen Menschen regelmäßig zum Bibelteilen getroffen und hatten viele sehr gute Gespräche. Das Bibelteilen pausiert während der Fastenzeit. Danach laden wir, das sind Angela Makowski, Gyde Botsch und Bärbel Meyer, wieder herzlich alle Interessierten zum Austausch über das Evangelium des folgenden Sonntags ein.
Der letzte Termin vor der Pause ist Mittwoch, der 25.02., um 19.00 Uhr im Alfred-Delp-Haus.
Wir beginnen nach Ostern wieder am Mittwoch, dem 08.04.26, 19.00 Uhr und treffen uns ab dann 14-täglich.
Kreuzverhüllung in der Fastenzeit
Wie in vielen Kirchen Kassels, so gibt es auch in Sankt Familia seit Jahrzehnten die Tradition der Kreuzverhüllung während der Fastenzeit. Von Aschermittwoch bis Ostern wird das Kreuz, Mittelpunkt des gottesdienstlichen Raumes, dem Blick entzogen. Unterschiedliche Versionen von „Verhüllung“ haben schon unser Nachdenken oder unsere Emotionen herausgefordert. Dieses Jahr haben wir aus unserem Bestand das Hungertuch des chinesischen Künstlers Prof. Dao Zing ausgewählt. Die Schlichtheit der Gestaltung lädt zu einem meditativen Zugang ein. Der Künstler hat sich von dem Satz aus der Bergpredigt inspirieren lassen: „Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz.“
Mehr über das Misereor-Hungertuch und die Fastenzeit in Sankt Familia
Einladung zum Mitmachen: Projektchor und Lesegruppe zur Gestaltung der Passion
1. Chorprojekt: Ein Projektchor wird den Passionsgottesdienst am Karfreitag in besonderer Weise mitgestalten. Menschen, die sich mit mehrstimmigen Liedern und Chorsätzen, Sprechstücken, Körper-, Atem- und Stimmübungen auf einen gemeinsamen Weg durch die Fastenzeit machen wollen und den Karfreitagsgottesdienst singend mitgestalten möchten, sind herzlich eingeladen.
2. Leseprojekt: Wir werden Zugänge zur Passion suchen und die Lesung der Passion am Karfreitag gestalten. Menschen, die mit dem Text gemeinsame Schritte in der Fastenzeit gehen und den Karfreitagsgottesdienst lesend mitgestalten wollen, sind herzlich eingeladen.
Leitung Projektchor: Merle Clasen; Leitung Lesegruppe: Martin Pujiula.
Hier finden Sie alle Probentermine und Informationen zur Anmeldung.
04.–11.03. > Heilfastenwoche in der Fastenzeit
Viele Menschen gestalten die Fastenzeit in einer besonderen Weise, um sich so auf die Osterfesttage vorzubereiten. Eine der vielen Möglichkeiten besteht in der Teilnahme an einer Heilfastenwoche, die vom 4. bis 11. März angeboten wird. Zu Beginn stehen ein oder zwei Entlastungstage, am Ende gibt es entsprechend Aufbautage. An den Abenden der Fastenwoche gibt es das Angebot für die Fastenden, jeweils um 19.00 Uhr im Alfred-Delp-Haus für ca. eine Stunde zusammenzukommen: zum Austausch, zu Fragen rund um das Fasten und zu einem geistlichen Impuls.
Am Aschermittwoch, 18. Februar, um 19.30 Uhr gibt es im Alfred-Delp-Haus einen Informationsabend zum Heilfasten und die Möglichkeit zu Rückfragen.
Anmeldung: harald.fischer@bistum-fulda.de
Leitung der Heilfastenwoche: Dr. med. Uwe Siedentopp; Pfarrer i.R. Harald Fischer, Exerzitienseelsorger
„Gerechtigkeit?!” – Fastenpredigten 2026 in Sankt Familia
Die verschiedenen Facetten von „Gerechtigkeit” sind Thema der diesjährigen Fastenpredigten. Gerichte sprechen in Urteilen Recht. Schaffen sie Gerechtigkeit? Menschen fühlen sich ungerecht behandelt, obwohl alles nach „Recht und Gesetz” geschieht, anderen werden Rechte abgesprochen ... - und die „Gerechtigkeit”. Biblisch wird von Gottes Gerechtigkeit gesprochen, die mit Barmherzigkeit korrespondiert. Sünder, die umkehren, werden belohnt und der „rechtschaffene Mensch” schaut zu ... Drei Prediger:innen werfen aus unterschiedlichen Perspektiven einen Blick auf „Gerechtigkeit?!”.
Es predigen der Neutestamentler Dr. Ansgar Wucherpfennig am 01.03.2026, der Benediktinerpater Anselm Grün OSB am 08.03.2026 sowie die Präsidentin des Bundessozialgerichts Dr. Christine Fuchsloch am 15.03.2026 jeweils um 17.00 Uhr in Sankt Familia. Herzliche Einladung!
Einladung: Das Evangeliar von Sankt Familia mitgestalten
Schon seit vielen Jahren – nämlich seit dem „Jahr der Bibel“ 2003 – wird das Evangeliar an jedem Sonntag einem Mitglied der Gemeinde oder einer Familie mitgegeben, zusammen mit der Bitte, im Laufe der Woche das Sonntagsevangelium aufzuschreiben und zu gestalten. Dadurch ist das Evangelium jeweils für eine Woche Teil des Alltags zuhause: Gelegenheit, den Text intensiv kennenzulernen und sich persönlich mit den Worten zu verbinden. Die Gestaltung muss nicht anspruchsvoll oder besonders kreativ sein. Wichtig ist, den (bereits beigelegten) Text leserlich aufzuschreiben. Wer es möchte, darf sehr gerne zeichnen, malen und verzieren. Jede und jeder bringt sich nach seinen/ihren Möglichkeiten ein. So sind schon viele wunderbare Bücher entstanden.
Wir freuen uns über jede und jeden, der/die dazu beiträgt. Das geht übrigens auch, wenn Sie am folgenden Sonntag nicht zum Gottesdienst kommen können: Sie dürfen das Evangeliar auch gerne im Pfarrbüro oder am Samstag in der Vorabendmesse abgeben. Der Küster kümmert sich dann um die Übergabe im Sonntagsgottesdienst.
Herzliche Einladung an alle Gemeindemitglieder: Nehmen Sie das Evangeliar mit nach Hause und lassen Sie sich vom Bibeltext inspirieren!
Frère Roger, der Gründer der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé, hat folgendes Gebet formuliert:
„Jesus Christus, inneres Licht, nicht um die Welt zu richten, bist du gekommen, sondern damit durch dich jeder Mensch gerettet, versöhnt ist. Und wenn die versöhnende Liebe in dir zum Brennen wird, kann selbst ein leidgeprüftes Herz wieder aufleben.“
Der Weg zum Frieden geht durch Vergeben und Versöhnen. Die Liebe Gottes zu uns möge uns allen immer wieder neu die Kraft dazu geben.
Bärbel Meyer für das Leitungsteam von Sankt Familia
zum 15. Februar 2026, 6. Sonntag im Jahreskreis
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Besondere Bücher in Sankt Familia: Einladung zum Mitgestalten
Erinnerungsbuch
Wir haben in unserer Gemeinde ein “Erinnerungsbuch” eingeführt, das an die Verstorbenen aus unserer Gemeinde erinnern soll.
Wir laden Sie ein, selber ein Blatt für dieses Erinnerungsbuch für Ihre Verstorbenen zu gestalten, die in irgendeiner Weise mit unserer Gemeinde verbunden waren.
Die Gestaltung dieser Seite (ein DIN A 4 Blatt) kann in einer freien Weise erfolgen. Es sollten
- die Lebensdaten (Geburt, Tod),
- vielleicht ein Bild, ein Erinnerungswort zu sehen sein.
Geben Sie dieses Blatt bitte in der Sakristei oder im Pfarrbüro ab. Wir werden es dann in das Erinnerungsbuch einfügen. An dem jeweiligen Todesdatum wird das Blatt aufgeschlagen und zum Erinnern und Gebet einladen.
An den jeweiligen Sonntagen erinnern wir beim Todesgedenken der Verstorbenen, die in diesem Buch benannt sind.
Das Evangelienbuch von Sankt Familia
In unserer Gemeinde geben wir nach dem Sonntagsgottesdienst seit vielen Jahren das Evangelienbuch einer Person oder einer Familie mit, die dann den Text des Evangeliums für den kommenden Sonntag in das Buch schreibt.
Am Anfang des Kirchenjahres ist das Buch zunächst ganz leer und Woche für Woche füllt es sich mit dem jeweiligen Sonntagsevangelium. Jeder, jede Person, jede Familie schreibt, malt, gestaltet nach eigenen Ideen. Dadurch entstehen jeweils Seiten, die ganz unterschiedlich aussehen.
In den nächsten Wochen legen wir einige Evangelienbücher der vergangenen Jahre unter der Orgelempore auf die Tische zum Anschauen aus.
Schön, wenn Sie sich entscheiden, das aktuelle Evangeliar, aus dem wir im Moment das Evangelium vorlesen, mit dem Text für den kommenden Sonntag am Ende eines Gottesdienstes mal mitzunehmen und das Evangelium des nächsten Sonntags reinzuschreiben. Das “Wort Gottes” ist dann eine Woche bei Ihnen “beheimatet” und kommt aus Ihrer Lebenswirklichkeit zurück in unsere Gemeinde. Was für ein schönes Zeichen!
Sie können sich gern im Pfarrbüro melden, wenn Sie das Evangelium an einem bestimmten Sonntag mitnehmen wollen. Sie können sich aber auch gern spontan erst jeweils am Ende eines Gottesdienstes melden.