286. Gemeindebrief zum 11. Januar 2026

Liebe Gemeinde,

Bild: Bernhard Riedl, in: Pfarrbriefservice

mit dem Evangelium dieses Sonntags (Mt 3,13-17) hat der wohlkomponierte Anfang des Matthäusevangeliums seinen Höhepunkt erreicht: Der Himmel tut sich auf, die Geistkraft steigt in Gestalt einer Taube auf Jesus herab und eine Stimme aus dem Himmel proklamiert ihn als Gottes Sohn. Schon zuvor haben die Lesenden den Stammbaum Jesu kennengelernt und erfahren, dass er Sohn Davids und Sohn Abrahams ist. Der Engel hat Josef darüber aufgeklärt, dass der Sohn Marias von der Heiligen Geistkraft ist und das Volk erlösen wird. Die Weisen aus dem Morgenland haben ihn als König der Juden tituliert. Und schließlich hat Johannes der Täufer einen angekündigt, der mit der Heiligen Geistkraft taufen und Gott den Menschen wirklich und wahrhaftig nahe bringen wird. Nun also tritt Jesus das erste Mal öffentlich in Erscheinung, und die Vorstellung des Protagonisten gipfelt in dem Titel Sohn Gottes. Für die Lesenden ist damit klar, um wen es sich handelt – so könnte man meinen. Doch alle Erwartungen, die die einführenden Kapitel wecken, werden sofort durchkreuzt: Denn Jesus verhält sich ganz und gar nicht so, wie man es von einem Sohn Davids, einem König der Juden oder einem Sohn Gottes erwarten könnte. Er erhebt keinen Machtanspruch, gebietet nicht, verkündet keine göttlichen Wahrheiten. Stattdessen wird er zu einem Teil des Volkes. Er reiht sich ein in diejenigen, die sich von Johannes taufen lassen, und tut so, was Menschen eben tun sollen – den Willen Gottes, „Gottes Gerechtigkeit“, erfüllen. Als Sohn Gottes ist Jesus einer von uns.

 

Gottesdienste am 10./11. Januar

Samstag, 10. Januar, 17.00 Uhr: Vorabendgottesdienst (Gottesdienstleitung: Kaplan Thomas Smettan).

Sonntag, 11. Januar, 10.30 Uhr: Familiengottesdienst mit Combo und Aussendung der Sternsinger (Gottesdienstleitung: Kaplan Thomas Smettan). Nach dem Gottesdienst sind Sie herzlich zum Brunch im Alfred-Delp-Haus eingeladen. Wir freuen uns, wenn Sie etwas zum gemeinsamen Essen beisteuern. Mitgebrachte Speisen können vor dem Gottesdienst im Alfred-Delp-Haus abgegeben werden.

Kurzfristige Änderungen in der Gottesdienstleitung sind möglich.

Die vollständige Gottesdienstordnung der nächsten Wochen finden Sie auf unserer Internetseite:

 

Ukraine-Hilfe der Malteser bittet um Kerzenreste

Die Malteser Ukraine-Hilfe Kassel sammelt auch in diesem Winter wieder Kerzenreste. Aus diesen Resten werden in der Ukraine in Blechdosen mit einem Docht aus Wellpappe sogenannte Büchsenlichter gegossen. Diese entfalten nicht nur Licht, sondern auch Wärme. Die Hitze ist so intensiv, dass sie auch zum Kochen von Essen genutzt werden kann. Das ist eine Hilfe für Menschen in der Ukraine, die ohne eine Energieversorgung auskommen müssen.
Bis zum Sonntag, dem 18. Januar 2026 werden hinten in der Kirche unter der letzten Bank Kerzenreste in Behältern gesammelt.
Vielen Dank für Ihre Mithilfe!
Asta Klarner (Ukraine-Hilfe Kassel der Malteser)

 

Bibelteilen: Mittwochs um 19.00 Uhr, Alfred-Delp-Haus

Einmal wöchentlich gibt es das unverbindliche Angebot, sich in einem offenen Bibelkreis für ca. 1 Stunde zum gemeinsamen Bibelteilen zu treffen. Neue und erfahrene Interessierte sind eingeladen zu einem spirituellen Austausch über eigene Gedanken zum jeweiligen Sonntagsevangelium.

 

12.01. > Gewaltfreie Kommunikation mit Irmi Aumeier

Am Montag, dem 12. Januar, von 18.15 bis 20.15 Uhr sind Sie wieder herzlich eingeladen zu einer Veranstaltung der Gewaltfreien Kommunikation im Alfred-Delp-Haus. An diesem Abend beschäftigen wir uns mit dem Thema Gefühle und Bedürfnisse.

Gefühle sind ein Signal und Ursache für erfüllte oder unerfüllte Bedürfnisse. Sie melden sich, wenn Bedürfnisse in Mangel oder Fülle vorhanden sind, z.B. Freude, Trauer, Wut, Ärger oder Angst.  Gefühle sind Aussagen über uns, körperlich spürbar, und wir sind dafür verantwortlich. In unserer Zeit sind wir sehr vielen Ablenkungen ausgesetzt durch die sozialen Medien, Smartphones oder YouTube. Oft nehmen wir Gefühle nicht mehr wahr. Wir lenken uns lieber ab, als in tiefes Erleben zu gehen. Oder es passiert uns, dass uns unsere Gefühle überwältigen. Deswegen ist es gut, sie wahrzunehmen und das dahinter liegende Bedürfnis zu erforschen.

Alle Bedürfnisse sind Zeichen unserer Lebendigkeit. Sie sind unsere Lebensenergie, die unsere Handlungen motiviert. Sie weisen uns auf Dinge hin, die wir zum Leben und zum Glücklichsein brauchen. Alles, was wir Menschen tun, tun wir, um Bedürfnisse zu erfüllen. Bedürfnisse sind z.B.: Frieden, Ordnung, Sicherheit, Entspannung, Beitragen, Autonomie, Vielfalt, Balance und vieles mehr. Mit der wunderbaren Methode von Marshall B. Rosenberg lernen wir, uns genau zu beobachten und unsere Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen.

Wenn wir unsere eigenen zugrundeliegenden Bedürfnisse und die der anderen wahrnehmen, kann dies dazu führen, unsere Beziehungen in einem neuen, versöhnlicheren Licht zu sehen und zu leben. Wir unterstützen und begleiten uns in einem liebevollen Prozess, um uns wieder mit unserer einfühlsamen Natur zu verbinden.

Leitung: Irmi Aumeier

 

 

12.01. > Einladung zum Stadtkloster-Gebet

Am Montag, 12. Januar, findet um 18.30 Uhr zum ersten Mal das Abendgebet im Stadtkloster an der Ihringshäuserstr. 3a statt. Herzliche Einladung zum gemeinsamen Gebet! Sie finden uns im ehemaligen Pfarrhaus von Sankt Bonifatius, rechts neben der Kirche. Die Ankündigung der weiteren Termine folgt.

 

13.01. > Offener Treff

Am Dienstag, dem 13. Januar findet von 16.00 bis 18.00 Uhr im Gruppenraum des Alfred-Delp-Hauses wieder der „Offene Treff“ statt. Herzliche Einladung an alle, die Lust auf Begegnungen, gemütliches Kaffeetrinken und künftige gemeinsame Unternehmungen haben!

 

14.01. > Gesprächsabend „Gottesdienst – Feier des Glaubens“

Mittwoch, 14. Januar, 20 Uhr, Alfred-Delp-Haus: Wir laden zu einem Gesprächsabend zum Thema Gottesdienst bzw. Eucharistiefeier ein. Die Feier des Gottesdienstes ist eine von uns mehr oder weniger oft geübte und vertraute Praxis und gehört zu unserem Leben als gläubige Christen existentiell dazu. Die Hintergründe, die Form und der Inhalt sind uns meistens nicht bewusst. Wir wollen uns damit beschäftigen, unser Wissen vertiefen und darüber in den Austausch kommen. Fragen nach dem Wie und Warum sind willkommen. Wer Lust hat, sich im Vorfeld zu informieren, kann im Direktorium der Diözese Fulda (hier online einsehbar) die Einführung lesen.
Herzliche Einladung!
Pfarrer André Lemmer, Bärbel Meyer (Beauftragte für Liturgie)

 

17.01. > Gottesdienst für den Frieden in Sankt Familia

„Werdet Friede“, diese Botschaft, dass Friede zuerst im eigenen Herzen gelebt werden muss, begleitet uns als geistlicher Leitspruch durch das Kirchenjahr. Wir wollen diesen Friedensgedanken stärken, denn es fällt oft schwer, mit sich selbst in Frieden zu sein. Zu vieles bringt uns durcheinander, macht Angst, auch die eigenen Schattenseiten sorgen für Unfrieden. Deshalb werden wir einmal im Monat anstelle eines Vorabendgottesdienstes einen Gottesdienst für den Frieden feiern. Es ist ein leiser, ein besinnlicher Gottesdienst mit Taizé-Liedern, in dem Bitten um Frieden einen besonderen Raum einnehmen (ohne Kommunionfeier).
Leitung: Gabriele von Karais, Andreas Debertin.
Weitere Termine: 07. Februar / 14. März / 18. April

Am Sonntag werden unsere Sternsinger, bevor sie Gottes Segen in unsere Häuser bringen, das Friedenslicht von Bethlehem in der Josefskapelle aussetzen. Dort wird es für ein Jahr brennen und die Josefskapelle zu einem besonderen Ort des Betens für den Frieden machen. Dort liegt auch ein Buch aus, in das man seine Gedanken, Ängste, Hoffnungen niederschreiben kann. Außerdem liegen Zettel für Fürbitten bereit.

 

Kindersommerfreizeit 2026

Auch in diesem Jahr findet wieder die Kindersommerfreizeit auf Schloss Martinfeld im Eichsfeld statt, erstmalig in der letzten Sommerferienwoche vom 1. bis 7. August 2026. Eingeladen sind Kinder und Jugendliche von 8 bis 13 Jahren. Auf und um Schloss Martinfeld wollen wir eine Woche lang zusammen leben, Lagerfeuer machen, Gemeinschaft erleben, bei Spielen, Aktionen und beim Singen Spaß haben und Gottesdienst feiern. Das Betreuer*innenteam setzt sich aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Gemeinde und der KjG Kassel zusammen.
Alle Infos zur Sommerfreizeit und zur Anmeldung (bis zum 01.06.2026) gibt es auf dem Flyer mit Anmeldebogen, der unter der Orgelempore ausliegt ...

 

Gemeindefahrt ins Münsterland, 25.–28. August 2026

Seit vielen Jahren lädt die Gemeinde Sankt Familia im Sommer zu einer Gemeindefahrt ein. Ziel ist es u.a., Verbindung und Gemeinschaft untereinander zu stärken. Auf diese Weise entdecken wir viele wunderbare Orte in Deutschland, erleben Gemeinschaft und stärken uns im gemeinsamen Glauben.
Im kommenden Jahr führt uns die Gemeindefahrt nach Rheine-Bentlage im nördlichen Münsterland. Bentlage ist ein malerisches Erholungsgebiet mit dem Bentlager Wald, der jahrhundertealten Saline Gottesgabe und einem NaturZoo – alles in unmittelbarer Nachbarschaft unserer Unterkunft. Wir wohnen im Tagungshaus „KUBUS“ in modernen Einzel- oder Doppelzimmern mit Dusche und WC.

Wir besuchen außerdem die Stadt Steinfurt und Burg Bentheim. Auf der Hinfahrt schauen wir uns Osnabrück und auf der Rückfahrt Soest an.
Anmeldungen sind ab sofort möglich.

 

Für mich ist es der große Charme des heutigen Evangeliums, dass selbst die Stimme Gottes mich als Lesende nicht mundtot macht. Der Text zwingt nicht, er liefert kein abschließendes Ergebnis. Vielmehr lädt er ein, weiterzulesen: diesem Jesus auf seinen Wegen zu folgen, die vielen kleinen und großen Szenerien mithilfe der Fantasie auszumalen und sich so in das Erzählte hineinziehen zu lassen. Und dort, in den Welten des Textes, lerne ich immer wieder, wer wir als Menschen sein können.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

 

Mirja Kutzer


im Auftrag des Leitungsteams von Sankt Familia

zum 11. Januar 2026, Taufe des Herrn

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Besondere Bücher in Sankt Familia: Einladung zum Mitgestalten

Erinnerungsbuch
Erinnerungsbuch Sankt Familia, Kassel. Titelseite. Zeichnung und Gestatlung: Birgitta Schwansee, 2023
Bild: Birgitta Schwansee

Wir haben in unserer Gemeinde ein “Erinnerungsbuch” eingeführt, das an die Verstorbenen aus unserer Gemeinde erinnern soll.

Wir laden Sie ein, selber ein Blatt für dieses Erinnerungsbuch für Ihre Verstorbenen zu gestalten, die in irgendeiner Weise mit unserer Gemeinde verbunden waren.

Die Gestaltung dieser Seite (ein DIN A 4 Blatt) kann in einer freien Weise erfolgen. Es sollten

  • die Lebensdaten (Geburt, Tod),
  • vielleicht ein Bild, ein Erinnerungswort zu sehen sein.

Geben Sie dieses Blatt bitte in der Sakristei oder im Pfarrbüro ab. Wir werden es dann in das Erinnerungsbuch einfügen.  An dem jeweiligen Todesdatum wird das Blatt aufgeschlagen und zum Erinnern und Gebet einladen.

An den jeweiligen Sonntagen erinnern wir beim Todesgedenken der Verstorbenen, die in diesem Buch benannt sind.

 

Das Evangelienbuch von Sankt Familia

In unserer Gemeinde geben wir nach dem Sonntagsgottesdienst seit vielen Jahren das Evangelienbuch einer Person oder einer Familie mit, die dann den Text des Evangeliums für den kommenden Sonntag in das Buch schreibt.

Am Anfang des Kirchenjahres ist das Buch zunächst ganz leer und Woche für Woche füllt es sich mit dem jeweiligen Sonntagsevangelium. Jeder, jede Person, jede Familie schreibt, malt, gestaltet nach eigenen Ideen. Dadurch entstehen jeweils Seiten, die ganz unterschiedlich aussehen.

In den nächsten Wochen legen wir einige Evangelienbücher der vergangenen Jahre unter der Orgelempore auf die Tische zum Anschauen aus.

Schön, wenn Sie sich entscheiden, das aktuelle Evangeliar, aus dem wir im Moment das Evangelium vorlesen, mit dem Text für den kommenden Sonntag am Ende eines Gottesdienstes mal mitzunehmen und das Evangelium des nächsten Sonntags reinzuschreiben. Das “Wort Gottes” ist dann eine Woche bei Ihnen “beheimatet” und kommt aus Ihrer Lebenswirklichkeit zurück in unsere Gemeinde. Was für ein schönes Zeichen!

Sie können sich gern im Pfarrbüro melden, wenn Sie das Evangelium an einem bestimmten Sonntag mitnehmen wollen. Sie können sich aber auch gern spontan erst jeweils am Ende eines Gottesdienstes melden.

 

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